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Stadtblatt Lingen

Lingen, Sonntag der 15. Juli 2018

Kino

Acht Kurzfilme von Autor und Regisseur Harald Lorenz

Harald Lorenz (rechts) besuchte dem russischen Künstler Ravill Niasbajev (links) und drehte 1997 über ihn den Film „RAVILL, Robinson unter den Menschen“. Außergewöhnliche Ausdrucksmöglichkeiten

Lingen. Das Kulturzentrum CENTRAL KINO in der Marienstraße stellt am Mittwoch, 26. Februar, ab 20 Uhr mit acht Kurzfilmen einen Querschnitt durch das künstlerische Schaffen des Lingener Filmemachers Harald Lorenz vor. Lorenz präsentiert seine Kurzfilme als eigenständiges Genre mit außergewöhnlichen Ausdrucksmöglichkeiten.

Autor und Regisseur Lorenz ist Mitglied im Bundesverband Deutscher Film-Autoren (BDFA). Als Deutscher aus Usbekistan hat er eine abenteuerliche Lebensgeschichte hinter sich. Einst im Bauamt seiner Geburtsstadt tätig hat er seine Liebe zur Fotografie und vor allem zum Film weiter entwickelt. „Filmen waren und sind meine große Leidenschaft", betont Lorenz, der sich mit allen Genres beschäftigt habe, außer Animationsfilmen. Harald Lorenz hat sehr viele Auszeichnungen auf nationalen und internationalen Kurzfilmfestivals erhalten.

Die 17-minütige Dokumentation „RAVILL, der Robinson unter den Menschen“ erhielt beim internationalen Berliner Filmfestival den 1. Hauptpreis der MJB Film- und Fernsehproduktion und im Rahmen des Bundesfilmfestivals des BDFA in Offenbach die Gold-Medaille. In dem Spielfilm von Lorenz „Sein Kreuz" stellt er das Schicksal eines deutschen Deserteurs im II. Weltkrieg mit seinen Tragödien und Hoffnungen, seiner Unrast und Not in der Filmsprache vor. Dabei markiert er den Inhalt durch Erfahrungen nach heutiger Sicht. Dies spiegelt sich ebenso in seiner Dokumentation über das Dorf Wahn bei Lathen im Emsland wieder.

Am Mittwoch, 26. Februar, wird ab 20 Uhr eine Kurzfassung des sechsminütige Films über das 11.Welt-Kindertheater-Fest 2010 in Lingen gezeigt. Lorenz erklärt dazu: „Wir rufen alle Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen auf: träumt eure Träume, glaubt daran, macht sie wahr und dann, glaube ich, leben wir in einer Well, die immer besser aussieht, als die, aus der wir kommen." Künstlerischer Leiter des Welt-Kindertheater-Fest war Tom Kraus.

RAVILL, der Robinson unter den Menschen ist eine 17-minütige Dokumentation von1997. Beim internationalen Berliner Filmfestival erhielt der Film „Ein Fenster zum Osten" den 1. Hauptpreis der MJB Film- und Fernsehproduktion. Im Rahmen des Bundesfilmfestivals des BDFA in Offenbach gab es 1998 die Gold-Medaille.

Einen weiteren Kurzfilm (4. Minuten) drehte Harald Lorenz 2013 zum Thema „Pisten, Reifen, hohe Sprünge" über den neu eröffneten Dirt-Park in Lingen-Reuschberge, Dieser ist unter Jugendlichen und Kindern sehr beliebt.

Einfach märchenhaft" sagt Lorenz zu seiner vierminütigen Dokumentation aus dem letzten Jahr. Passend zum diesjährigen Grimme-Jahr präsentierte das LOOKENTOR vom 3. bis 31. Juli die schönsten Märchen der Gebrüder Grimm in einer Ausstellung.

Generalprobe" lautet der Titel des achtminütigen Kurzfilms von Harald Lorenz. Er war Generalprobe für die Teilname der Tanzgalerie Lorenz an der Weltmeisterschaft „Worldchampionchip-Tapdance 2013"

Tanz der lebenden Toten" nennt Lorenz seine zehnminütige Dokumentation, mit der er auf den 2. Lingener Zombiewalk" eingeht. Mit einem Blick hinter die Kulissen zeigt Lorenz, wie aufwändig, kreativ und gruselig die Veranstaltung abgelaufen ist.

Mit „Videoskizzen einer Anstalt" führt Lorenz elf Minuten durch die Tätigkeiten im Kreativbereich der Gefangenen der pädago¬gischen Abteilung der JVA Lingen-Damaschke. Damit dokumentiert er eine sinnvolle Freizeitgestaltung, in der die Inhaftierten die eigene Leistungsfähigkeit kennen lernen.

In einem 17-minütigen Film umschreibt Lorenz das „YVA, das Musical". Im Mittelpunkt steht darin das Leben der zu den bedeutenden Fotografinnen des 20. Jahrhunderts zählenden Yva. Sie wurde 1900 als Else Ernestine Neuländer jüdischer Abstammung in Berlin geboren. 1942 wurde sie gemeinsam mit ihrem Ehemann Alfred Simon von der Gestapo verhaftet, ihres Vermögens beraubt, deportiert und vermutlich im Konzentrationslager Majdanek ermordet. In dem Film werden Ausschnitte aus dem Interview mit dem künstlerischen Leiter Tom Kraus gezeigt. Er erklärte: „Ein Stück deutscher Geschichte. Vielleicht ist das auch die Botschaft, dass wir auch heute noch darüber reden sollen, über Opfer, über Täter und wie es dazu kommen kann, auch darüber wie wir es verhindern können, dass sich das jemals wiederholt."

Weitere Informationen: Kulturzentrum Centralkino Lingen e.V, Marienstraße 8, 49808 Lingen, Telefon 0591 / 807 33 36, www.centralkino-lingen.de. Fotos: © Privat

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