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Stadtblatt Lingen

Lingen, Sonntag der 15. Juli 2018

Etwas weiter weg

20 Monate Haftstrafe für Bauunternehmer

Zoll deckt hinterzogene Sozialabgaben in Millionenhöhe auf

Zoll Baustelle kleinDas Amtsgericht Cloppenburg hat einen 42-jährigen Bauunternehmer wegen des Vorenthaltens und Veruntreuens von Arbeitsentgelt in 129 Fällen zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von einem Jahr und acht Monaten. Die Freiheitsstrafe wurde zur Bewährung ausgesetzt. Wie die Zöllner der Finanzkontrolle Schwarzarbeit des Hauptzollamts Osnabrück ermittelten, hat der Verurteilte aus dem Landkreis Cloppenburg von 2011 bis 2014 zum Zwecke der Einsparung von Sozialabgaben vermeintlich selbstständige Subunternehmer beschäftigt, obwohl diese tatsächlich in einem abhängigen Beschäftigungsverhältnis zu ihm standen. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass er während dieser Zeit mindestens 42 Scheinselbstständige für sich arbeiten ließ. Somit hat eine umfassende Sozialversicherungspflicht bestanden, welche der Angeklagte als Arbeitgeber nicht nachgekommen ist. "Dadurch ist den Sozialkassen ein Schaden von mehr als einer Million Euro entstanden, für die der Beschuldigte aufkommen muss", so der Pressesprecher des Hauptzollamts Osnabrück, Christian Heyer. Strafmildernd wirkte sich jedoch der Umstand aus, dass der Verurteilte sich selbst nicht allein aufgrund der von ihm vorliegend festgestellten begangenen Taten einen Vermögensvorteil verschaffte, sondern dass er in ein System eingebunden war, durch das insbesondere auch Dritte profitierten. Denn der Angeklagte verlieh die vermeintlichen Subunternehmer wiederum an weitere Firmen, quasi im Rahmen eines "Kettengeschäfts". Das Urteil des Amtsgerichts Cloppenburg ist rechtskräftig. Foto: ©Hauptzollamt Osnabrück

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