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Stadtblatt Lingen

Lingen, Samstag der 23. Juni 2018

Minister Lies soll Atomanlagen in Lingen stoppen

Infoabend über Atommüll in der Provinz Overijssel

Bonn, Lingen / Almelo, Gronau 13.06.2018. Die Gefahren der Atomenergie und die ungelöste Atommüllproblematik bleiben im Dreiländereck von Niedersachsen mit Nordrhein-Westfalen und den Niederlanden weiterhin auf der politischen Tagesordnung. Aktuell hat Udo Buchholz vom Vorstand des Bundesverbandes Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) von Niedersachsens Umweltminister Olaf Lies die Untersagung der Wiederinbetriebnahme des Atomkraftwerkes Lingen 2 (AKW Emsland) sowie die sofortige Stilllegung der Brennelementefabrik in Lingen gefordert. Zudem weist der BBU darauf hin, dass am Donnerstag (14. Juni) in Enschede (NL) eine Informationsveranstaltung über Pläne zur unterirdischen Lagerung von Atommüll in der Provinz Overijssel stattfinden wird.

Atomanlagen in Lingen: Stilllegungsforderungen!

Anlässlich der diesjährigen Revisionsarbeiten beim Atomkraftwerk Lingen 2 (AKW Emsland) hat BBU-Vorstandsmitglied Udo Buchholz von Niedersachsens Umweltminister Olaf Lies die Untersagung der Wiederinbetriebnahme des Atomkraftwerkes Lingen 2 (AKW Emsland) sowie die sofortige Stilllegung der Brennelementefabrik in Lingen gefordert. Minister Lies ist in Niedersachsen der für Atomanlagen zuständige Minister. Laut Lingener Tagespost vom 13. Mai 2018 sollte die Revision beim AKW Lingen 2 bis voraussichtlich zum 12. Juni 2018 andauern.

https://www.noz.de/lokales/lingen/artikel/1209245/revision-2018-im-kernkraftwerk-emsland-beginnt-am-25-mai

Udo Buchholz hat (am 13. Juni 2018) in einer E-Mail Minister Lies vier Fragen zukommen lassen: „1. Ist das AKW Lingen 2 schon wieder am Netz? - 2. Falls nein: Wann soll es wieder ans Netz gehen? - 3. Wurden während der Revision meldepflichtige Ereignisse / Pannen / Störfälle ... festgestellt? - 4. Falls ja: Was genau wurde festgestellt und wann wurden Sie darüber informiert?“

Weiter betont Buchholz in seinem Schreiben an den Minister den wachsenden Protest gegen die Atomanlagen in Lingen: „Am Samstag (9. Juni 2018) wurde in Lingen erneut u. a. gegen den Weiterbetrieb des AKW Lingen 2 (und auch für die sofortige Stilllegung der Brennelementefabrik in Lingen) demonstriert. Zudem haben inzwischen über 350 Organisationen die Lingen-Resolution unterschrieben, die sich gegen den Weiterbetrieb des AKW Lingen 2 und der Brennelementefabrik richtet.“

https://bbu-online.de/AK%20Energie/Aktuelles%20AK%20Energie/Lingen-Resolution%2018.pdf

Schließlich fordert Buchholz in seinem Schreiben an Umweltminister Lies: „Nehmen Sie diese umfangreichen und stets zunehmenden Proteste und Forderungen ernst! Untersagen Sie den Weiterbetrieb des AKW Lingen 2 und entziehen Sie der Brennelementefabrik die Betriebsgenehmigung. Dass das möglich ist, haben entsprechende Rechtsgutachten belegt, die Ihnen sicherlich bekannt sein werden.“

14. Juni 2018: Infoveranstaltung zur geplanten Atommüll-Lagerung in der Provinz Overijssel

Ebenso wie in der Bundesrepublik ist auch in den Niederlanden das Atommüllproblem völlig ungelöst. Aktuell gibt es Überlegungen, schwach- und mittelaktiven Atommüll in der niederländischen grenznahen Provinz Overijssel in Almelo unterirdisch zu lagern. In Almelo befindet sich die niederländische Urananreicherungsanlage des Urenco-Konzerns, der auch in Gronau eine Urananreicherungsanlage betreibt. In Gronau wird Uranmüll oberirdisch in Containern gelagert. Zu den Atommüllplänen in den Niederlanden findet am Donnerstag, 14. Juni 2018, in Enschede / NL (zwischen Gronau (D) und Almelo (NL)) eine Informationsveranstaltung mit Dirk Bannink von der Stiftung LAKA in Amsterdam statt.

Die Veranstaltung „Kernafval in Twentse Bodem?“ beginnt am 14. Juni 2018 um 19.30 Uhr im Auditorium der Concordia, Langestraat 56, 7511 HC Enschede (beim Alten Markt im Zentrum von Enschede, fußläufig vom Bahnhof Enschede erreichbar).

Der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) setzt sich schon lange für die Stilllegung der Urananreicherungsanlagen in Gronau und Almelo ein. „In beiden Anlagen fällt in großen Mengen Atommüll an und sie liefern den Grundstoff zum Betrieb zahlreicher Atomkraftwerke. Das ist nicht hinnehmbar“, so BBU-Vorstandsmitglied Buchholz.

Engagement unterstützen

Informationen über den BBU und seine Aktivitäten gibt es im Internet unter http://www.bbu-online.de und telefonisch unter 0228-214032. Die Facebook-Adresse lautet www.facebook.com/BBU72. Postanschrift: BBU, Prinz-Albert-Str. 55, 53113 Bonn.

Der BBU ist der Dachverband zahlreicher Bürgerinitiativen, Umweltverbände und Einzelmitglieder. Er wurde 1972 gegründet und hat seinen Sitz in Bonn. Weitere Umweltgruppen, Aktionsbündnisse und engagierte Privatpersonen sind aufgerufen, dem BBU beizutreten um die themenübergreifende Vernetzung der Umweltschutzbewegung zu verstärken. Der BBU engagiert sich u. a. für menschen- und umweltfreundliche Verkehrskonzepte, für den sofortigen und weltweiten Atomausstieg, gegen die gefährliche CO2-Endlagerung, gegen Fracking und für umweltfreundliche Energiequellen.

Zur Finanzierung seines vielfältigen Engagements bittet der BBU um Spenden aus den Reihen der Bevölkerung. Spendenkonto: BBU, Sparkasse Bonn, IBAN: DE62370501980019002666, SWIFT-BIC: COLSDE33.

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