Stadtblatt Lingen

Lingen, Mittwoch der 13. Dezember 2017

Lingenpass als Erfolgsbeispiel für Bürgerbeteiligung

Lingen, 25. Oktober 2017. Die Initiative „Lingener Bürger für einen Sozialpass“ sieht in dem Konzept zum Lingenpass, welches am Montag dem Sozialauschuss vorgelegt wurde, ihre Forderungen erfüllt, aber kündigt weitere Maßnahmen an, um dem Armutsproblem in Lingen zu begegnen.

Ausschlagend für die Durchsetzung ihrer Forderungen betrachtet die Initiative, dass sie von Anfang an bei der Umsetzung des Lingenpasses beteiligt war. Zunächst war es die Einreichung eines Bürgerbegehrens für die Einführung eines einkommensbezogenen Sozialpasses, der das Thema überhaupt in die politische Debatte brachte. In intensiven Gesprächen mit der Stadtverwaltung einigten sich schließlich die Vertreter der Initiative auf die inhaltliche Ausrichtung des Lingenpasses und zogen ihr Bürgerbegehren zurück.

Mit dem Konzept, welches dem Sozialauschuss am Montag präsentiert wurde, sieht daher die Initiative ihre Forderungen als erfüllt, auch wenn einige Punkte noch in der Vorbereitung zu sein scheinen, wie zum Beispiel die Aufnahme von Vergünstigungen im städtischen Busverkehr. Dies wäre für die Mobilität sozial Benachteiligter ein wichtiger Aspekt, zumal die Wege in einer Kleinstadt oftmals weit sind.

 

Zusammenfassend gesagt haben die Initiatoren gezeigt, dass eine Bürgerbeteiligung mit Erfolg beschieden werden kann, denn ohne ihre Anregung hätte es wahrscheinlich noch lange gedauert bis die Kommunalpolitik auf die Idee gekommen wäre in diese Richtung aktiv zu werden. Diese Erkenntnis will die Initiative für weitere Maßnahmen nutzen, denn sie sieht noch viele Möglichkeiten, um dem Armutsproblem in Lingen zu begegnen. So wurde selbst im Sozialausschuss erwähnt, dass vom Lingenpass Obdachlose nur bedingt profitieren, da es eine Gruppe ist, die oftmals keine Lingener Bürger sind, aber nur diese erhalten ihn. Mit dieser Problematik wird sich daher die Initiative zukünftig beschäftigen und sie im Zusammenhang stellen mit der zunehmenden Verarmung der Gesellschaft bei gleichzeitig explodierenden Mietpreisen. Weitere Bürger sollen sich motiviert fühlen sich der Initiative als Unterstützer anzuschließen.

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