Stadtblatt Lingen

Lingen, Sonntag der 24. September 2017

Lesermeinung

Vergangenheitsbewältigung per Gutachten?

Die Diskussion um das geplante Rosemeyer-Beinhorn-Museum nimmt kein Ende. Jetzt soll ein Gutachten die Biografie des Bernd Rosemeyer aufarbeiten. Was soll das für einen Sinn ergeben? Es gibt schon genügend Informationen über die Person Bernd Rosemeyer. Er trat 1933 ohne Zwang der SS bei. Damit unterstütze er die Nationalsozialisten und bekannte sich durch seine Mitgliedschaft zu deren Philosophie. Später hat er sich von den Nazis instrumentalisieren lassen, seine Karriere damit verfestigt und den damit verbundenen Ruhm und die Ehre zusammen mit seiner Ehefrau und diversen Nazigrößen genossen und gefeiert. Was gibt es da noch großartig zu diskutieren und aufzuklären? Die Stadt Lingen hat in Anerkennung seiner (wenn auch von den Nazis gesponsorten), sportlichen Leistung, eine Straße nach ihm benannt. Ein zusätzliches Museum zu seinem Gedenken ist also total überflüssig.

Weiterlesen...

Undemokratisch?

Ich habe mich gestern als Privatperson, aber auch erkennbar als Grüner an der Gegendemo zur Kundgebung der AfD beteiligt. Das gellende Pfeifkonzert der beteiligen Gruppen, Bürgerinnen und Bürger hat seine Wirkung nicht verfehlt. Die Redebeiträge der AfD-Politiker waren akustisch ungefähr genauso gut zu verstehen, wie sie üblicherweise inhaltlich sinnvoll sind, nämlich gar nicht. Das kann man meiner Ansicht nach auch behaupten, ohne dass man sie reden gehört hat, denn sie sagen immer das Gleiche, selten etwas Wahres, liefern kaum belastbare Argumente und Schuld sind die Asylanten, Frau Merkel und überhaupt „die da oben“. Die Programme der AfD-Gliederungen sprechen für sich und verlangen nicht danach, auch noch gehört zu werden.

Weiterlesen...

Leserbrief zum Pressebericht der SPD vom 24.08.2016 – Berichterstattung in der LT 26.08.2016

Stadtblatt: Werden Wohnhäuser ohne Genehmigung als Monteurhotels betrieben? - LT: SPD vermutet illegale Hotelbetriebe in Lingen

Was bedeutet denn die Aussage von Herrn Schreinemacher „Grundsätzlich lasse der Bebauungsplan Beherbergungsbetriebe in einem reinen Wohngebiet ausnahmsweise zu. Wenn das ausgeschlossen werden soll, muss der Bebauungsplan geändert werden“.

Mich machen Bemerkungen wie „ausnahmsweise“ in Verbindung mit Änderungen von seit vielen Jahren bestehenden Bebauungsplänen stets sehr, sehr aufmerksam und hellhörig. Wer ist denn der Eigentümer dieser plötzlich auftauchenden „Beherbergungsbetriebe“? – Vielleicht jemand, der „gute“ Verbindungen zu den Entscheidungsträgern unserer Stadt pflegt? Bitte einfach aufklären, wer dahinter steckt. Die Nachbarn sind doch in jedem Fall die Gelackmeierten.

Weiterlesen...

Sind Flüchtlinge in Darme willkommen?

Standort für modulares Wohngebäude ist zu gefährlich

Menschen sollen in Ruhe die Vergangenheit bewältigen

Lingen Darme Standort Fluechtlinge klein In einer Informationsveranstaltung im Darmer Heimathaus stellten einige Bürger heraus, dass sie die Flüchtlinge akzeptieren wollen, aber nicht an dem geplanten Standort direkt an der stark befahrenen Bahnlinie. „Dies ist Menschenunwürdig, denn die Flüchtlinge haben schon genug Leid erlebt und brauchen Ruhe, und nicht die mit lautem Getöse vorbeirasenden Personenzüge oder Güterzüge mit teilweise 40 Waggons, die den Boden beben lassen“, trugen einige Darmer in der Diskussion vor.     

.Lingen-Darme. Ortsbürgermeister Werner Hartke rief dazu auf, die Flüchtlinge bei der Eingewöhnung zu begleiten und meinte: „Diese Herausforderung müssen wir gemeinsam bewältigen, dann können wir es schaffen.“Für die Stadtverwaltung erklärten Oberbürgermeister Dieter Krone, die Leiterin des Fachbereichs Recht und Ordnung Katrin Möllenkamp, der Leiter des Fachbereichs Jugend, Arbeit und Soziales Günter Schnieders das Vorhaben an der Straße „Am Waldstadion“.

Direkt an der Bahnlinie mit dem Fuß-und Radweg vor der Tür, der auch von vielen Motoroller- und  Motoradfahrern als Abkürzung von der Schüttorfer Straße zur Rheiner Straße genutzt wird, soll ein modulares Wohngebäude für 22 Personen bis Ende dieses Jahres - voraussichtlich im Oktober - aufgestellt werden. An dieser Stelle befand sich bis vor kurzem ein Bahnwärterhäuschen, das abgerissen wurde.

Bevor das Vorhaben, an dieser Stelle ein Flüchtlingsheim aufzubauen aufkam, hatte ein Damer Bürger versucht, das alte Gebäude von einer Bank zu erwerben. Sein Plan scheiterte, da er nicht bauartliche Veränderungen vornehmen durfte. Die Stadtverwaltung kaufte das Haus sehr günstig und durfte es sogar abreißen.

Weiterlesen...

Frage zweier Leserinnen bezüglich Bäume und deren Früchte

Mit einer ungewöhnlichen Frage wenden meine Schwester und ich uns an Sie, d.h. die Zeitung und alle älteren Zeitungsleser. Dazu muss ich etwas ausholen:
In Lingen in der Schwedenschanze 61 (?) lebten unsere Großeltern mit Namen Schmidtalbers. Hinter dem Haus gab es einen großen Garten und Weideflächen für die Schafe und Ziegen meiner Großeltern. Durch die Weiden floss ein schmaler Bach, an dessen Ufer 3 gleichartige Bäume standen, die unsere Großmutter Korinthenbäume nannte, von denen sie auch kleine schwarze Früchte erntete, die getrocknet und später im Kuchen o.ä. verarbeitet wurden.
Nun wissen wir natürlich, dass Korinthen getrocknete Weinbeeren sind und nicht auf Bäumen, sondern an Weinstöcken reifen. Da drängt sich die Frage auf, um was für Bäume es sich nun in Wirklichkeit handelte. Sie hatten eine Höhe von etwa 2,50 m mit einer runden Krone. Die Früchte enthielten keine Kerne, in der Größe waren sie etwa vergleichbar mit schwarzen Johannisbeeren.
Vielleicht erinnert sich der eine oder andere Leser fortgeschrittenen Alters an solche Bäume und kann uns bei der Suche weiterhelfen.

Anmerkung der Redaktion: Falls Sie wissen, um welche Bäume/Früchte es sich handelt, schicken Sie uns eine Nachricht, wir leiten die Antwort weiter.

Ausnahmen vom gesetzlichen Mindestlohn sind ein Ärgernis

Nun ist es endlich soweit: Deutschland bekommt den Mindestlohn. Wir engagieren uns ehrenamtlich im DGB und in den Gewerkschaften und haben lange für den Mindestlohn gekämpft. Wir erinnern da an die Mindestlohntour im Sommer 2009. Mit einer großen Gruppe Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter sind wir von Lingen aus mit Fahrrädern nach Stade gefahren. In vielen Städten haben wir Aktionen durchgeführt und das Gespräch mit der Bevölkerung gesucht, um für den Mindestlohn zu werben.

Oder letzten Sommer im Vorfeld der Bundestagswahl. Wir haben mit Gewerkschafterinnen und Gewerkschaftern aus dem nordwestdeutschen Raum eine Agenda „Gute Arbeit" ausgearbeitet. Zentrale Forderung war die nach einer gesetzlichen Lohnuntergrenze. In Osnabrück, Nordhorn, Lingen und vielen anderen Orten haben wir in öffentlichen Aktionen die Bundestagskandidatinnen und -kandidaten aufgefordert, unsere Agenda zu unterschreiben. Vehement haben sich die örtlichen Kandidaten der CDU und der FDP geweigert, sich unseren Forderungen anzuschließen.

Weiterlesen...

Lingener Parkhügel

Liebe Lingener,

erst einmal möchten wir uns recht herzlich für die viele Unterstützung bedanken, die wir seitens der Bürger bisher erhalten haben. Auch bedanken möchten wir uns bei der Stadt und dem Bauhof, denn ohne sie, wäre das, was wir bisher geschafft haben nicht möglich gewesen.
Aber wir sind lange noch nicht fertig. Wir werden zwar oft gefragt „dürfen wir jetzt wieder auf den Hügel?" aber das ist auch Sicherheitsgründen noch nicht möglich und es wird noch einige Zeit dauern, bis der Lingener Parkhügel wieder ein Ort ist, wo man gerne verweilt.
Nun sind wir auf Ihre Hilfe angewiesen. Es ist zwar unsere Idee, aber es ist ein Lingener Projekt und damit der Parkhügel auch wieder angenommen wird ist es für uns wichtig zu erfahren, was die Lingener gerne wünschen.

Weiterlesen...

Warum wir alle uns einer Partei anschließen sollten

Wären alle 475.000 SPD-Mitglieder Vorstandsmitglieder, dann hätten sie sehr wohl ein Wahlrecht, sogar als Beisitzer könnten sie ihr Votum abgeben. Wenn Frau Slomka danach fragt, ob es denn wohl verfassungsmäßig sei, dass die SPD Mitglieder befragt werden, ob die SPD eine Große Koalition (die ich nach wie vor für falsch halte) eingehen soll, ist das nichts Anderes wie ein kleiner, mittlerer oder großer Parteitag der anderen Koalitionsparteien.

Leider gibt es in ganz Deutschland keine räumlichen Möglichkeiten, einen großen Parteitag für 475.000 SPD-Mitglieder abzuhalten. Das erledigt dann eben die Deutsche Post.

Wer zu seiner Partei, die Menschen, die diese Partei tragen, die bei Wind und Wetter, gegen viele Anfeindungen und Bräsigkeiten trotzdem immer weiter machen, dem gehört Respekt und keine Spitzfindigkeiten.

Weiterlesen...

Lampedusa

Unsere treuer Leser Jörg-Friedrich Küster hat sich Gedanken um das Flüchtlingsdrama vor Lampedusa gemacht und hat folgenden Beitrag eingereicht:

Aktuelle Seite: Home Stadtblatt Online Lesermeinung