Durchforstung und Waldverjüngung als Jahresprogramm
Lingen. Der rote Faden bei der täglichen Arbeit von Förster Wilhelm Warning ist zur Zeit im Altenlinger Forst deutlich erkennbar. Viele Kiefern dort sind mit roter Farbe markiert. Sie werden ab Anfang Februar mit modernen Holzerntemaschinen geerntet. Auf 70 Hektar (0,7 Quadratkilometer) ist die Durchforstung in den 35 bis 130jährigen Kiefernwäldern deutlich sichtbar vorbereitet. „Wir werden jetzt die erste Hälfte der geplanten Fläche bearbeiten und im Herbst folgen weitere 70 Hektar." so Wilhelm Warning, Leiter der Revierförsterei Altenlingen.
Die anfallenden Hölzer werden über bestehende Verträge in Norddeutschland vermarktet. In den älteren Kiefernbeständen wird gleichzeitig die Pflanzung von Buchen und Douglasien im kommenden Jahr vorbereitet. Die Revierförsterei bittet um Verständnis für die entstehenden Beeinträchtigungen während der Arbeiten vor allem an den Wegen. Von den im Wald und auf den Wegen tätigen Arbeitsmaschinen ist ein deutlicher Sicherheitsabstand von sechzig Metern zu halten.
Wenn Wilhelm Warning mit farbverschmiertem Arbeitsoverall aus dem Wald kommt, ist er kaum als Förster zu erkennen. Mit weißer Farbe hat er die Fahrgassen für die Arbeitsmaschinen markiert. Zum Schutz des Waldbodens und der Baumwurzeln dürfen die Fahrgassen von den Maschinen nicht verlassen werden. Die zu erntenden Bäume hat er mit Rot markiert. Diese werden maschinell geerntet und je nach Qualität und Durchmesser zu Spanplattenholz oder für die Sägeindustrie aufbereitet. Als nachwachsender Rohstoff ist Holz derzeit gefragt und das Niedersächsische Forstamt Ankum hat den Verkauf der anfallenden 3.000 Kubikmeter Holz gesichert. Auch ältere Bäume, mit denen die Altenlingener Heiden vor 130 Jahren aufgeforstet wurden, werden entnommen. Ein kleiner Teil davon wird als Bauholz nach China exportiert, die meisten Hölzer werden jedoch in der Region oder in Norddeutschland verarbeitet.
Die Bürgerinitiative Pro Altenlingener Forst ist über die Maßnahme informiert und Sprecher Gerhard Schultz begrüßt die Durchforstung „als Maßnahme zum Erhalt des Altenlingener Forstes".
Im kommenden Jahr werden auf zehn Hektar fünfzehntausend Douglasien und zwanzigtausend Buchen unter die verbleibenden Altkiefern gepflanzt. „Die Niedersächsischen Landesforsten fördern Laub- und Mischwald" so Wilhelm Warning „das bedeutet für mein Revier überwiegend die Anreicherung der Kiefern mit Buchen und Douglasien."
Etwa fünf alte Kiefern pro Hektar werden entsprechend dem ökologischen Waldbauprogramm der Landesforsten als Habitatbäume bis zum natürlichen Zerfall dauerhaft erhalten. „Dies sind auf jeden Fall alle Höhlenbäume – auch eine Schwarzspechthöhle ist darunter", so Warning „aber auch alte Eichen, die früher solitär auf den Heideflächen standen."
Wegen der nassen Witterung können sich die Arbeiten aus Rücksichtnahme auf die Waldböden verzögern. Zu den Arbeitsmaschinen ist zur eigenen Sicherheit ein ausreichender Sicherheitsabstand zu halten und Wegesperrungen sollten beachtet werden, um nicht in Gefahr zu geraten. Schäden an den Wegen werden nach den Maßnahmen wieder beseitigt. Foto: © Niedersächsische Landesforsten









[url]http://www.youtube.com/watch?v=M ...
Vorführungen am 17. + 18. April jewei...
Da sind die sonst als dröge und phleg...
Spenden sind - besonders in der Weihn...
Leider scheint es zur Zeit in Mode ge...